Was tut man als MTBO-ler in Coronazeiten?

Vorwiegend Rolle fahren. Um es andersherum anzugehen: Was trainiert man normalerweise – also in nicht-Cornoazeiten: Vorwiegend Radfahren. Und das vorwiegend Mountainbiken. Die Ansteckungsgefahr beim alleinigen Fahren im Wald ist zwar quasi eh nicht vorhanden. Allerdings war ja vorallem zu Beginn der Coronamaßnahmen in Österreich noch nicht absehbar wie es sich um die Spitaslskapazitäten – die vielzitierte Kapazitätsgrenze – entwickeln sollte und dementsprechend jede Unfallgefahr zu minimieren sei. Nun ist zum Glück Mountainbiken (bei „Fahren mit Hirn“) ein Sport bei dem normalerweise keine Verletzungen passieren sollten – dennoch ganz ausschließen kann man einen Sturz nie. Und im ungünstigen Fall braucht man dann doch medizinische Behandlung. Und so heißt es wie an kalten Wintertagen Walze fahren. Und einiges laufen gehen. Zumindest soviel laufen gehen, wie es die mehr an „radfahrende Bewegungen“ gewöhnten Beine erlauben. Soll heißen so 3-4x in der Woche in meinem Fall.

Und wie unterhält man sich beim Rolle fahren so: Viele Radsportlerinnen und -sportler haben in der letzten Zeit das virtuelle Rennfahren für sich entdeckt. Die Onlineplatform Zwift erlebt hier in Quarantänezeiten einen regelrechten Boom. Ich persönlich bin da noch nicht so der Fan geworden. Ich höre lieber Musik, schaue beim Fenster raus (die Häuser da draußen sehen jeden Tag recht ähnlich aus), surfe mich durchs Internet oder stelle wieder fest, dass der Radcomputer nach unzähligen Pedalumdrehungen immer noch 0km Fahrstrecke anzeigt 🙂

Mittlerweile hat sich die Situation ja wieder etwas verändert und das Training bewegt sich wieder in Richtung draußen fahren. Wir werden sehen ob dieser positive Trend anhalten kann oder wir wieder auf Indoor umschwenken werden müssen.

Text: Andreas Waldmann, Foto & Video: Kevin Haselsberger